Druckversion vom 20. September 2017
  • Navigation:


06.02.2015

Ausbau der B471
Gerda Hasselfeldt setzt sich ein

Die CSU-Wahlkreisabgeordnete und Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt setzt sich seit Jahren für den Ausbau der B471 zwischen Geiselbullach und der Buchenau ein. Im derzeit noch gültigen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen ist der Ausbau der B471 nur im „weiteren Bedarf“ eingeordnet. Die Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplans nahmen die Rathausoberhäupter der Anliegergemeinden, Oberbürgermeister Klaus Pleil sowie die Bürgermeister Andreas Magg aus Olching, Hans Seidl aus Maisach und Dr. Michael Schanderl aus Emmering zum Anlass, Hasselfeldt um Unterstützung zu bitten. Presseinformationen zufolge haben die Bürgermeister sich auch an den Bundesverkehrsminister gewandt.

Momentan läuft die Bewertung der einzelnen Vorhaben durch den Bund. Mit einer Bekanntgabe der Bewertungsergebnisse und der sich daraus ergebenden Dringlichkeitseinstufung sei nach Auskunft des Straßenbauamtes in der zweiten Jahreshälfte 2015 zu rechnen. Der neue Bundesverkehrswegeplan wird auf dieser Grundlage erstellt. Der Entwurf dafür wird unter anderem mit den Ländern und Ressorts abgestimmt und erörtert. Der Bundesverkehrswegeplan ist die Grundlage für den neuen Bedarfsplan für Bundesfernstraßen. Dieser wird im Rahmen des Fernstraßenausbaugesetzes vom Deutschen Bundestag beschlossen.

Nach Hasselfeldts Informationen würde es das Straßenbauamt sehr begrüßen, wenn der vierstreifige Ausbau der B471 für die betroffenen beiden Abschnitte in die höchste Dringlichkeitsstufe aufgenommen wird. Ein 2012 ins Spiel gebrachter dreistreifiger Ausbau mit wechselnden Überholmöglichkeiten werde nicht präferiert, da sich damit nur geringe Gewinne hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit erzielen ließen.

Unabhängig von der erfreulichen Position, die das Straßenbauamt einnimmt, begleitet Hasselfeldt dieses Anliegen intensiv, insbesondere weil neben dem zunehmenden Verkehrsaufkommen auch die Verkehrssicherheit erhöht werden muss. Die Bundestagsabgeordnete hat sich deshalb an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gewandt und das berechtigte Anliegen der Bürgermeister bekräftigt. „Im weiteren Verfahren werde ich mich für die prioritäre Einstufung dieser dringend notwendigen Maßnahme nach Kräften einsetzen“, so Hasselfeldt.

Im Frühjahr 2012 hatte die Bundestagsabgeordnete sich mit dem damaligen Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und der Bayerischen Straßenbauverwaltung wegen des unter anderem in Folge der Konversion des Fliegerhorstes notwendigen Ausbaus der B471 und einer zusätzlichen Anschlussstelle in Verbindung gesetzt. Ihr wurde damals zugesagt, dass die erforderlichen Schritte seitens der Straßenbauverwaltung unternommen werden, um den weiteren Ausbau der B471 nach besten Kräften voranzutreiben. Bei den Voruntersuchungen zur Neubewertung der Projekte im Rahmen der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans sollten insbesondere die Auswirkungen der Konversion des Fliegerhorstes berücksichtigt werden.

Zwischenzeitlich wurde der vierstreifige Ausbau zwischen Buchenau und Esting sowie zwischen Esting und Geiselbullach von Bayern zur Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes angemeldet, im Zuge dessen nun die Bewertung der Vorhaben läuft. Zu diesem Zweck hatte das Staatliche Bauamt Freising ein Ausbaukonzept entwickelt. Der Leiter des Straßenbauamts Peter Weywadel teilte Hasselfeldt kürzlich auf ihre Nachfrage hin mit, dass das wesentliche Ziel gewesen sei, eine belastbare Abschätzung der Projektkosten zu erhalten.

Auf die Anfrage zu einer zusätzlichen Anbindung des Fliegerhorstgeländes an die B471 teilte Weywadel mit, dass das Straßenbauamt diesem Anliegen grundsätzlich offen gegenüberstünde sofern die Verkehrsverhältnisse dies erforderten. Sobald ein im Rahmen des zugehörigen Bebauungsplanverfahrens zu erstellendes Verkehrsgutachten vorliegt, sei das Straßenbauamt gerne bereit, mit der Stadt Fürstenfeldbruck entsprechende Gespräche zu führen. Das Vorhandensein des Verkehrsgutachtens sei notwendig, da nur auf dessen Grundlage die mit der Konversion verbundenen verkehrlichen Wirkungen beurteilt werden könnten. Hinsichtlich der Kostentragung einer solchen Anschlussstelle wurde Hasselfeldt mitgeteilt, dass sich diese nach den Regelungen des Bundesverkehrsstraßengesetzes richtet. Dem zu Folge habe beim Bau einer neuen Kreuzung der Straßenbaulastträger der neu hinzugekommenen Straße die Kosten der Kreuzung zu tragen.

Neben dem Ausbau der B471 fordern die Bürgermeister die Leistungsfähigkeit der direkten Anbindung der B471 an die A8 von Fürstenfeldbruck kommend anzupassen. Hasselfeldt teilt dazu mit, dass sie dem Präsidenten der Autobahndirektion Paul Lichtenwald Ende vergangenen Jahres bei einem Gespräch die Zusage abgerungen habe, die Einfädelspur von der B471 aus Fürstenfeldbruck kommend in Richtung München in überschaubarer Zeit zu verlängern. Nach aktuellen Informationen werden die Planungen dazu im Frühjahr in Angriff genommen.