23.07.2016

CSU bereitet Nachfolge von Gerda Hasselfeldt vor

Ein Beitrag des CSU-Kreisverbandes Dachau

Die CSU im Bundeswahlkreis Dachau-Fürstenfeldbruck stellt die Weichen für die Nachfolge der langjährigen Bundestagsabgeordneten Gerda Hasselfeldt, die zur Bundestagswahl im kommenden Jahr nicht mehr antreten wird. Am vergangenen Samstag hat der CSU-Kreisverband Dachau deshalb 75 Delegierte gewählt, die am 16. November - zusammen mit 85 Delegierten aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck - für die CSU die Direkt-Kandidatin/den Direkt-Kandidaten für die Bundestagswahl nominieren werden. Die vier Interessenten hierfür stellten sich den Delegierten vor.
Noch unter den frischen Eindrücken des Münchner Amoklaufs vom Vorabend konnte CSU-Kreisvorsitzender Bernhard Seidenath 146 Delegierte aus den 18 CSU-Ortsverbänden im Landkreis begrüßen. Mit einfühlsamen Worten griff Seidenath die im Raum spürbare Erschütterung und Trauer auf. Für ihn sei es zu keiner Zeit eine Überlegung gewesen, die Versammlung abzusagen. „Wir sind heute zu einem für unsere Demokratie essentiellen Akt zusammen gekommen: wir bereiten die Wahl des Wahlkreisbewerbers für die Bundestagswahl vor. Wenn wir mit Blick auf die dramatischen und menschenverachtenden Ereignisse von gestern die Versammlung abgesagt hätten, würde sich unsere Demokratie - sogar nur von einzelnen - allzu leicht erschüttern lassen. Deshalb: jetzt erst recht“, betonte Seidenath, dankte den unzähligen Einsatzkräften – auch aus dem Landkreis Dachau – und unterstrich, dass die Innere Sicherheit in Bayern zu Recht groß geschrieben werde: „Wir haben den Personalbestand der Bayerischen Polizei in den vergangenen zehn Jahren um 3.635 Stellen erhöht. In Bayern gibt es aktuell 41.370 Polizeistellen, rund zehn Prozent mehr als 2007 und so viel wie nie zuvor. Zusätzlich haben wir für 2016 die Polizeimittel um 80 Millionen Euro aufgestockt, beispielsweise für die Schutzausstattung der Polizisten und moderne Einsatztrainingszentren. Diese Stärkung der Polizei sucht in ganz Deutschland ihresgleichen. Auf diesem Weg müssen und werden wir weitergehen“, so Seidenath.

Die vier potentiellen Nachfolger von Gerda Hasselfeldt gingen in ihren Vorstellungsreden ebenfalls auf dieses Ereignis ein und betonten unisono, dass die innere Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes ein emotional wichtiges Bedürfnis sei und die im Moment gefühlte Unsicherheit sehr ernst genommen werden müsse.
Katrin Mair, aus Türkenfeld und in Bergkirchen geboren, eine 35 jährige Biochemikerin, sprach zudem den Wohnungsmangel und die Verkehrsprobleme an, die in beiden Landkreisen vorherrschen würden und mit denen sie aus ihrer Arbeit im Kreistag in Fürstenfeldbruck bestens vertraut sei . Dazu seien ihr Themen wie Gerechtigkeit und finanzielle Sicherheit für junge Familien und Senioren wichtig. Die Kandidatur sei für sie eine Herzensangelegenheit.
Anton Kreitmair, MdL aus Kleinberghofen, ist 53 Jahre und kam 2013 über die Liste in den Bayerischen Landtag. Er unterstrich die Nähe zu den Menschen als seine Stärke. Als Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbands lege er ein besonderes Augenmerk auf Themen wie Umwelt-, Verbraucherschutz und Er-nährung. Dazu sei ihm die Energiepolitik ein großes Anliegen. Der Brexit zeige, wie weit sich die EU von den Bürgern entfernt habe, auch dies sei zu korrigieren.
Florian Schiller, der 33-jährige studierte Betriebswirt, ist Fraktionsvorsitzender im Dachauer Stadtrat und Kreisrat. Da wir an vielen Punkten vor einem Verkehrsinfarkt stehen und das Wohnen im Speckgürtel von München unglaublich teuer ist , möchte er sich speziell mit diesen Themen für die Bürgerinnen und Bürger stark machen. Nicht Parteiparolen, sondern ein Abgeordneter mit Herz und Verstand, der hin- und zuhört, möchte er sein.
Dr. Georg von Hundt aus Lauterbach bei Bergkirchen ist 45 Jahre alt. Als Mediziner ist er in führender Position in einem Pharmaunternehmen und betreibt nebenberuflich Land- und Forstwirtschaft. Als Kreisvorsitzender der Malteser gilt sein Einsatz der Gesundheitspolitik. Als überzeugter Europäer ist er sicher, dass die globalen Herausforderungen nur in einem vereinten Europa zu lösen seien. Die kulturelle Identität und das Brückenbauen zwischen dem ländlichen Raum und urbanen Gemeinden, seien seine Antriebe.

Aufgrund der Ereignisse des Vortags war das Thema Sicherheit auch in der Rede von Gerda Hasselfeldt, der CSU-Landesgruppenvorsitzenden im Deutschen Bundestag, von besonderer Bedeutung. Sie lobte, wie auch Seidenath, die Arbeit der Polizei und der Rettungskräfte, die sich, obwohl die Situation unklar war, auf den Weg machten und zu Verfügung standen. Dass die Sicherheitskräfte sachlich, fachlich und personell gut ausgestattete seien, müsse auch in Zukunft sichergestellt sein, deshalb müsse hier weiter investiert werden. Die Vorratsdatenspeicherung sei neben den personellen Aufstockungen ein Instrument des Staates, das helfen könne, Straftaten dieses Ausmaßes schon im Vorfeld zu erkennen und zu verhindern. Dazu wurden weitere Themen von Gerda Hasselfeldt angesprochen: Beim Erbschaftssteuerreformgesetz habe der Bundesrat als Ländervertretung den Vermittlungsausschuss angerufen. Die Entwicklungen in anderen Ländern, insbesondere der Türkei, würden mit großer Sorge gesehen. Beim Brexit müsse ein kühler Kopf bewahrt werden und es müssten unsere wirtschaftlichen Interessen berücksichtigt werden, denn davon hingen auch Arbeitsplätze bei uns ab. Auch die Flüchtlingskrise werde uns noch weiter beschäftigen. Nur eine Wahlempfehlung war Gerda Hasselfeldt nicht zu entlocken. „Wir haben vier wirklich gute Interessenten gehört. Jeder von ihnen ist gut geeignet, diese Aufgabe wahrzunehmen. Glückwunsch an unsere CSU im Bundeswahlkreis“, sagte Hasselfeldt nach den Vorstellungsrunden der Bewerber.

Gerda Hasselfeldt, MdB

Vorsitzende der CSU-Landesgruppe
im Deutschen Bundestag
Erste Stellvertretende Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion

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